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Haben wir ganz nebenbei ein Standardverfahren für die Arzneimittelindustrie etabliert?

Ein Beitrag von Jenny Manuela Köppe

Wissenschaftlich-Technische Mitarbeiterin am Julius Kühn-Institut

Im Wurzelstock (= Rhizom) von Kurkumapflanzen befinden sich drei verschiedene sogenannte Curcuminoide, denen unter anderem krebshemmende, antioxidative sowie entzündungshemmende Wirkungen zugeschrieben werden. Bis zum Jahre 2011 erhielt nur die Hauptkomponente Kurkumin in der Arzneimittelherstellung bedeutende Beachtung, bis die verbesserte Bioverfügbarkeit der anderen zwei Curcuminoide (namentlich Demethoxykurkumin und Bisdemethoxykurkumin) durch einige wenige Studien aufgedeckt werden konnte. Nun sucht die Arzneimittelindustrie nach Standardverfahren zur Gewinnung, Auftrennung und Identifizierung dieser drei Verbindungen, welche sich chemisch äußerst ähnlich sind und bisher nur unzureichend voneinander getrennt wurden. Im Rahmen der wissenschaftlichen Vorbereitungen auf die Kurkumaversuche unter LED-Beleuchtung wurde im Labor des JKI ein Extraktions- und Analyseverfahren etabliert, welches alle Validierungskriterien zur Analyse der drei einzelnen Curcuminoide in Kurkumarhizomen erfolgreich erfüllt und somit als Standardverfahren vorgeschlagen werden kann.

Aktuelles_StandardverfahrenArzneimittelindustrie_etabliert_Curcuminoide

Curcuminoide in drei verschiedenen Lösungsmitteln (unten)
gewonnen aus Kurkumarhizomen (oben) bereit zur Analyse

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